Zu dem Artikel aus der Niederelbezeitung

vom 01. August 2019 Seite 12

Ja viele Fotoamateure liefern zuweilen gute Bilder ab. 
Das weiß ich und darum fördere ich es auch. So habe ich schon einige Kurse an der Volkshochschule gegeben und stehe auch sonst gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Dennoch sollte man Amateuraufnahmen nicht mit professionellen Aufnahmen gleichsetzen.
Profis machen kein zufällig gutes Bild! Sie sind verlässlich in der Qualität und Umsetzung von Motiven, schaffen reproduzierbare Ergebnisse, die in einer Serie zusammenpassen und eine Einheit bilden. 
Darüber hinaus arbeiten wir Fotodesigner konzeptionell. Es ist die Grundlage für eine individuellen Bildsprache und führt zu einer präzisen inhaltlichen Dichte.

Unternehmen die professionell Werben, die sich und ihr Produkt ernst nehmen wissen, das eine professionelle Umsetzung einen deutlich wertigeren Eindruck hinterlässt.

Die große Zahl an Amateure ist für uns Profis eine echte Konkurrenz im professionellen Geschäft geworden. Das hat dazu geführt, dass nicht nur das Niveau ständig gesunken ist, sondern auch die Preise. 
Wer heute aus der großen Bilderflut herausstechen will, sollte sich überlegen, wie er die Qualität seiner Bilder steigert.

„Und selbst die meisten Smartphones – für Schnappschüsse bei vielen ein ständiger Begleiter – liefern qualitativ gute Fotos.“* Wer glaubt, dass man mit einem Smartphone hochwertige Kalenderbilder erstellen kann, zeigt im Grunde schon, dass er von der Materie keine professionelle Ahnung hat. Wenn der Kalender schon technisch minderwertig produziert wird, würde ich mir überlegen ob es wirklich die passende Art ist, unseren Landkreis zu repräsentieren.

Ich selber kann nur jedem ausgebildeten Fotografen davon abraten an derart dilettantischen Wettbewerben mitzumachen. Die Vergütung ist ein „Überraschungspaket“. Die Fotorechte werden quasi für umsonst abgetreten. Und für die Rechte dritter soll natürlich der Autor haften.

Weiter noch eine professionelle Jurierung ist nicht gewährleistet. Welcher Profi wird sich mit Amateuren messen, wenn nicht einmal eine Fachjury eingesetzt wird.

Ich bin sicher, sie werden einen Kalender für 2020 zusammenstellen, der vielen gefällt.
Das Niveau und die Selbstgefälligkeit sind eben so eine Sache. Und wenn die öffentliche Hand Aufträge durch Leihen erledigen lässt, dürfen wir es durch unsere Steuern auch noch mitfinanzieren.

*Quelle Internet: https://www.cuxhaven.de/magazin/artikel.php?artikel=3317&type=2&menuid=748&topmenu=16

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